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Traumatherapie   

Die Hoffnung ist der Regenbogen über dem herabstürzenden Bach des Lebens.
                             

                            Friedrich Nietzsche

Was ist ein Trauma?

Die WHO (2000, 169) definiert Trauma als „… ein belastendes Ereignis oder eine Situation außergewöhnlicher Bedrohung oder katastrophalen Ausmaßes (kurz oder lang anhaltend), die bei fast jedem eine tiefe Verstörung hervorrufen würde.“


Welche Ereignisse können ein Trauma auslösen?


Aus der Vielzahl von möglichen Ereignissen finden Sie hier einige Beispiele:

  1. Sexuelle Gewalterfahrungen in jedem Lebensalter

  2. Psychische und körperliche Gewalt

  3. Diagnose einer lebensbedrohlichen Krankheit

  4. Folter, Entführung, Geiselnahme, Terroranschläge, Kriegserlebnisse

  5. schwere Unfälle auch Zeuge von Unfällen bzw. Gewalttaten zu sein

  6. Natur- und Brandkatastrophen


Kommt es bei jedem zu einer Traumatisierung?


Nicht jeder, der ein Trauma erlebt, entwickelt eine längerfristige psychische Störung.

Ob eine Person ein Trauma gut verkraftet und verarbeitet, hängt von verschiedenen Faktoren ab: z.B. von der Dauer oder Häufigkeit der Traumaerfahrung, den Lebensumständen, den vorhanden Ressourcen, ausreichender Unterstützung im sozialen Umfeld, auch die Fähigkeit zur Stress- und Emotionsregulation sowie das Lebensalter spielen eine Rolle. Infos 


Traumafolgestörungen


Gelingt die Verarbeitung eines Traumas nicht, können Betroffene unter einer Vielzahl von Symptomen leiden. 

Einige charakteristische Beispiele:

Wiedererleben in Form von sich aufdrängenden Gedanken oder Bildern durch bestimmte Auslöser, damit verbundene Gefühle von Hilflosigkeit, Unkontrollierbarkeit. Ausgeprägtes Vermeidungsverhalten: Situationen, Orte, Gegenstände die an das traumatische Erlebnis erinnern, werden vermieden. Übererregung,  Schlafstörungen, Reizbarkeit, Wutausbrüche, Konzentrationsschwierigkeiten, erhöhte Wachsamkeit sowie Schreckhaftigkeit und auch Angst und Depression, Somatisierungen, Dissoziationen, Veränderungen in Beziehungen können Folge einer Traumatisierung sein.


Die häufigsten Störungsbilder


      Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS)  Infos

      Komplexe posttraumatische Belastungsstörung  Infos


Traumabehandlung


Zu einer Traumatherapie gehören drei Phasen:

In der Stabilisierungsphase ist der Aufbau einer vertrauensvollen therapeutischen Beziehung besonders wichtig. Neben stabilen Lebensumständen und äußerer Sicherheit sind vor allem ausreichende Fähigkeiten zur Selbstfürsorge und zur Steuerung der oftmals sehr belastenden Gefühle für eine erfolgreiche Traumatherapie erforderlich. Aus diesem Grund liegt der Fokus in dieser Phase auf dem Erlernen von Fertigkeiten , die es ermöglichen, mit starker Anspannung und heftigen Gefühlen (z.B. Wut, Schuld, Scham, Ekel…) umgehen zu können, ohne sich selbst Schaden zuzufügen. Die Aktivierung von Ressourcen, die oft durch Traumatisierungen verschüttet sind, ist ein weiterer Schwerpunkt mit dem Ziel, eine stabile Basis für die nächste Phase zu erreichen.


In der Phase der Traumakonfrontation geht es um eine kontrollierte Auseinandersetzung mit den traumatischen Erlebnissen. Mit der Durcharbeitung des Traumas mittels spezieller Techniken sollen Sie in die Lage versetzt werden, Kontrolle über die Erinnerungen zu bekommen, so dass Sie diesen nicht hilflos ausgeliefert sind und somit auch die Belastungen und das Leiden deutlich reduziert werden. Ich beherrsche unterschiedliche Konfrontationstechniken (s.u.) und ich entscheide gemeinsam mit Ihnen, welches Verfahren für Sie in ihrer Individualität passend erscheint. Manchmal ist es auch sinnvoll, mehrere Verfahren miteinander zu kombinieren.

Die Integrationsphase beginnt, wenn sich die Symptome deutlich reduziert haben. Ziel ist dabei, das traumatische Erlebnis in die eigene Lebensgeschichte zu integrieren und auch abzuschließen. Es geht um die Zurückeroberung des Lebens, die Entwicklung neuer Perspektiven und die Beantwortung von Fragen wie z.B.: „Was will, was muss ich akzeptieren? Was bedeutet dieses Lebensereignis für mich? Wovon kann ich mich jetzt lösen…?





Verhaltenstherapie                                                                                                                                                        Psychoonkologie

Praxis für Psychotherapie  -  Schloßstraße 33  -  13467 Berlin-Hermsdorf                                                                                                                                                                                    Kontakt

Es sind Erfahrungen, die gewaltvoll oder überwältigend, extrem belastend und oft Gefühle von (Lebens-) Bedrohung, Hilflosigkeit und Ohnmacht auslösen. Die üblichen Anpassungs- und Bewältigungsmechanismen werden außer Kraft gesetzt, so dass Betroffene auf besondere Notfall- oder Überlebensstrategien zurückgreifen müssen.